Eine Hommage an unsere Fans

Dieser Bericht über den ITU World Triathlon Hamburg ist in erster Linie den wahren Helden dieses Triathlons gewidmet: Unseren Freunden und Familien. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir in der Jedermann-Staffel so überraschend gut abgeschnitten haben.

Daher beginne ich nicht, wie erwartet, mit der Erzählung über den Rennverlauf, sondern gehe diesmal besonders auf unsere Unterstützer ein. Denn sie sind es nicht, die nachher geehrt werden, die während des Wettkampfs von den super vielen Zuschauern in Hamburg angefeuert werden. Nein, sie sind es die sich mit Sack und Pack (also der ganzen Familie) und zwar bei Wind und Wetter aufmachen.

 

Dann stehe sie an der Strecke und feuern Ihre Partner und Freunde an. Dafür bekommen sie nichts.

Obwohl nein, das stimmt nicht! Die Sportler, die sie anfeuern, sind ihnen unendlich dankbar. Denn für sie ist es die größte Motivation. Deshalb widme ich diesen Beitrag den Fans und bedanke mich nochmal auf meine Weise für Euer Anfeuern!

 

Besonders die Lebenspartner der Triathleten sind da die Helden unter diesen Helden. Denn sie sind nicht nur an der Stracke beim Anfeuern Feuer und Flamme für ihre Sportler. Sie sind es vor allem dort wo man es nicht mit bekommt.

 

Nehmen wir einfach als Beispiel mein Team beim ITU Triathlon in Hamburg mit der ich in der Staffel der olympischen Disziplin an den Start gegangen bin: Wir arbeiten alle drei mindestens Vollzeit in der Woche in unseren Jobs. Danach kommen wir nach Hause und dann heißt es erstmal: Training. Das ist nicht nur für die Sportler körperlich, sondern auch für unsere Lebenspartner nicht immer leicht. Denn dadurch wird die Zeit zusammen weniger.

 

Außerhalb der Wettkämpfe, wo man es sieht, unterstützen sie uns aber noch in so viel mehr: An Tagen wo es im Rennen oder Training mal nicht so gut läuft. Wenn durch einen Sturz sogar Wunden geleckt werden müssen. Sie informieren sich über die richtige Ernährung und kochen auf unsere Bedürfnisse angepasstes Essen (und vor allem Mengen). Kurz gesagt: Sie halten uns den Rücken frei, damit wir fit am Start sind.

 

Das gebührt einen rieeeeesig großen Dank! Der ist auch mit diesem Artikel bei weitem nicht ausreichend. Aber trotzdem, sage ich im Namen des ganzen Teams:

Danke Fans und Familie! Rechts seht Ihr unsere Protagonisten des ITU World Triathlon Hamburg 2015 mit Lida hinter der Kamera:
Danke Fans und Familie! Rechts seht Ihr unsere Protagonisten des ITU World Triathlon Hamburg 2015 mit Lida hinter der Kamera:

Rock’n’Roll: Top10!

Nun geht es um den sportlichen Teil. Die riesige Überraschung gleich vorweg: Wir haben den Hamburg Triathlon gerockt. Alle 3. Jeder in seiner Diszplin hat wirklich alles gegeben. Resultat: Der wahnsinnige 8.Platz! Bamm Alda!

 

Unser einziger Plan wir alles zu geben. Das haben wir gemacht. Phil hat seine und unsere Erwartungen mit seinen fabulösen 26min beim Schwimmen weit übertroffen. Als zweite Disziplin dachte ich wegen des hügeligen Kurses nicht so schnell fahren zu können und Jörg, als der Sportler mit meister Erfahrung, hat eine Punktlandung mit unglaublichen 40min für die 10km Laufstrecke hingelegt.

 

Alles lief also glatt und bei alle Drei liefen mehr als auf Hochtouren. Kein Wunder also, dass jeder von uns absolut fertig in der Wechselzone bzw. Ziel ankam.

 

Apropos Ziel: Da sind wir sogar dann zu Dritt eingelaufen und wieder einmal waren unsere Fans die Lautesten. Das will was heißen. Denn auch dieses Jahr war der Rathausmarkt beim ITU Triathlon in Hamburg wieder mal am kochen. Doch unsere Fans waren halt einfach die Besten.

Die Radstrecke auf Strava:

Das offizielle Ergebnis des Staffelwettbewerbs olympische Distanz beim ITU Hamburg: Link

Hier kannst Du die Urkunde des Teams runterladen. Bei dem Ergebnis...:

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Leistungswerte beim ITU Triathlon Radstrecke

Was die Berechnung der Leistung auf der Zeitfahrstrecke angeht, so war der Wettkampf optimal, um die FTP (Funactional Threshold Power) zu bestimmen. Denn der Sports.Punk brauchte für die 40km genau 1:01:53.

 

Da die FTP die maximale Leistungsschwelle ist, die ein Athlet über eine Stunde treten kann, haut das ja recht genau hin. Daher diente der Wettkampf optimal dafür.

Klar, die Strecke war etwas hügelig, das machte es schwer eine konstante Leistung zu treten. Doch dafür kann man für die Aufs und Abs bei den Leistungsdaten nachher eine Software zur Trainingsanalyse verwenden. Ich verwende dafür das Open Source-Programm Golden Cheetah.

 

Unten siehst Du meine gesamten Leistungswerte über die 40km Zeitfahr-Strecke während des ITU Triathlons:

Meine Leistungswerte beim ITU World Triathlon 2015 auf der 40km Zeitfahrstrecke
Meine Leistungswerte beim ITU World Triathlon 2015 auf der 40km Zeitfahrstrecke

Man erkennt daran genau die Wendepunkte bei Teufelsbrück und am Ballindamm und auf der zweiten Runde nochmal an Teufelsbrück an den gegen Null abfallenden Leistungs- und Geschwindigkeitskurven.

 

Zurück zu der FTP. Zu dieser ermittelt mir das Programm über die gesamte Strecke von 258 Watt. Diese habe ich im Durchschnitt über die 40km getreten. Im Vergleich zu dem FTP-Test, den ich eine Woche vorher gemacht habe (siehe dieser Blogpost), sind das 6 Watt weniger.

 

Jetzt liegt es an mir die Gründe für die Abweichung zu suchen. Denn nun habe ich zwei unterschiedliche Werte. Ja sie weichen nicht sehr stark von einander ab. Dennoch dachte ich, dass ich durch die höhere Motivation in einem Wettkampf auch eine höhere Durchschnittleistung zustande kommt.

Meine momentane Vermutung ist, dass erstens der starke Wind und zweitens die hügelige Strecke höhere Ausschläge in der Leistung verursachen. Je eher man beim Zeitfahren überdreht, umso eher lässt man Körner und die Durchschnittsleistung wird weniger.

 

So nun habt Ihr auch mal Einblick ins Detail meiner Leistungswerte beim Radfahren bekommen. Somit wisst Ihr nun auch, was man an Watt zu leisten hat, um in der olympischen Distanz der Staffel beim ITU Triathlon Hamburg vorne mit spielen zu können. Rechnet Ihr da noch mein ungefähres Körpergewicht von 74kg mit ein, gelangt man zu 3,5Watt/Kilogramm. Das ist meine Durchschnittleistung, die ich auf den 40km des ITU World Triathlon Hamburg getreten habe.

Sports.Punk in action beim ITU World Triathlon Hamburg
Sports.Punk in action beim ITU World Triathlon Hamburg

Das Team FeWoBe glücklich und zufrieden nach einem überragenden 8. Platz im Staffelwettbewerb des ITU World Triathlon Hamburg 2015.
Das Team FeWoBe glücklich und zufrieden nach einem überragenden 8. Platz im Staffelwettbewerb des ITU World Triathlon Hamburg 2015.

Das Video zu dem ITU Hamburg 2015 findest Du in Kürze in den Sports.Punk Videos und auf dem Youtube-Channel.

 

Hier gibt es nun noch mehr Fotos vom ITU Hamburg Triathlon.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Der Jörch (Mittwoch, 22 Juli 2015 12:05)

    dem ist nicht hinzuzufügen... außer: Dank dem Autor für diesen klasse Bericht!!!

  • #2

    Frau B. aus K. (Mittwoch, 22 Juli 2015 12:55)

    Hi Sports.punk

    ich habe noch nie einen so schönen Bericht über die Fans bei einem Wettkampf gelesen.
    Vielen Dank dafür.!!!!!

  • #3

    Sports.Punk (Mittwoch, 22 Juli 2015 21:45)

    Freut mich, Danke!
    Auf ein Nächstes würd ich sagen...

  • #4

    Sports.Punk (Mittwoch, 22 Juli 2015 21:49)

    Haha,
    das Team Sky hat ja im Rahmen der Verdächtigungen die Leistungswerte von Chris Froome veröffentlicht:
    http://www.teamsky.com/teamsky/home/article/59618#BG34KLEPr5Po3JWO.97

    Wenn ich daraus mal meine Pedalumdrehungen vergleiche, habe ich da eine höhere Frequenz als Froomy. Okay, das ist dann aber auch das einzige wo ich höher liege ;-)