Rennbericht Garmin Velothon Berlin

Eine Geschichte darüber wie schlechte Vorbereitung auf ein Radrennen auch zum Erfolg führen kann. Oder zählt gutes Training doch vorher mehr als die Vorbereitung einen Tag vor dem Wettkampf?

Genau dieses Experiment habe ich -aber unbewusst- am vergangenen Sonntag beim zweitgrößten deutschen Jedermannrennen, dem Garmin Velothon 2015 in Berlin gemacht. Auf diesen Seiten berichte ich ja fleißig, wie fleißig ich trainiere. Das Radtraining könnt Ihr gar online auf Strava hier mitverfolgen.

 

Dabei experimentiere ich dieses Jahr in meiner Trainingsteuerung. Denn ich habe ja auf Anraten meiner Kumpels Axel und Kai meinen Trainingsplan umgeswitcht auf kurz aber dafür hart. Also genau mein Motto "work hard, play hard". Denn die Trainingseinheiten sind wirklich kürzer. Daher habe ich mehr Zeit für "play hard". Diese Trainingsmethode ist nach Chris Carmichael. Auf diesen Seiten berichte ich genauer über die Methode und das Buch dazu. Gleichzeitig versuche ich mich mit dieser Trainings-Methode für Rennrad-Wettkämpfe sowie für Triathlons fit und schnell zu machen.

Ihr seht also: Das Training und damit die Langzeit-Vorbereitung läuft ganz gut.


Im Folgenden erzähle ich nun wie wir uns am Tag vor dem Velothon vorbereitet haben. Die Trainingslehre besagt ja, man solle am Tag vor dem Rennen nochmal unbedingt die Beine locker fahren und ein kleines Interval mit einbauen, um dem Körper kleine Reize zu geben. Außerdem soll man sich gut ernähren und ansonsten die Beine schön hochlegen und nicht großartig belasten.


Wir haben das alles nicht beachtet und statt dessen einen schönen Tag in Berlin, auf dem Ausstellungsgelände des Velothons, dem Rad-Race und eben den Freunden genossen.


Dieses Bild zeigt dann doch deutlich, dass ich mir die Beine locker getreten habe, auf dem Tretrad von Konny. Habe im direkten Wettstreit mit ihm allerdings verloren. Doch eine verpatzte Generalprobe, bringt laut Volksmund am Tag der Aufführung nur Glück. Der Hoffnung tat dies also schonmal keinen Abbruch:


Man soll ja viel Trinken vor einem Radrennen. Auch das habe ich befolgt, wie man auf dem folgenden Bild sieht:

Selbstverständlich alkoholfrei
Selbstverständlich alkoholfrei

Dieses Video zeigt dann letzten Endes die Ausarbeitung der Renntaktik und die letzten Vorbereitungen am Tag des Events:

Und weil der Tag der Vorbereitung so gesellig war, haben wir dann noch zusammen gekocht. Natürlich gab es Pasta. Als zweites Gericht, denn man braucht ja genug Energie am Renntag, gab es noch was leckeres auf Reisbasis.

 

Die Rezepte haben wir aus einem Kochbuch, das ich gerade neu habe. Kann ich allen Rennfahrern, Triathleten und Ausdauersportlern wärmstens empfehlen! Ist nämlich von absoluten Ernährungsexperten aus dem Ausdauersportbereich verfasst. Sie haben beide Profis bekocht und ihr Buch ist eins der bekanntesten im Bereich Sporternährung:

Das war das Resultat aus dem Buch "Essen für Sieger". Super lecker und enorm nahrhaft mit Reis, Blaubeeren, Chia-Samen und und und
Das war das Resultat aus dem Buch "Essen für Sieger". Super lecker und enorm nahrhaft mit Reis, Blaubeeren, Chia-Samen und und und

Jetzt wollt ihr wohl so langsam mal wissen, wie denn das Rennen lief....

 

Super! Vom Start weg losgebolzt. Wir hatten die Ehre im ersten Startblock zu stehen. Dort haben wir uns gleich nach vorne durchgekämpft, um das Sturzrisiko zu verringern. Dort habe ich irgendwann Kai verloren. Als er nach Warten nicht kam, habe ich dafür gesorgt schön vorne im Feld zu bleiben.

 

Das lief konstant gut und so bin ich am Ende als insgesamt 51. und in meiner Altersklasse 22. mit 2:48 auf den 120km geworden. Ein respektabler Schnitt von fast 43 Stundekilometern!

Sogar für Führungsarbeit im Feld und ein paar Ausreißversuchen (einer davon auf der Landebahn vom Flughafen Tempelhof) waren noch Körner im Sack. Doch um mich abzusetzen hat´s doch nicht gereicht. So what!

 

Von daher war´s ein toller Erfolg und eine Bestätigung, das das Training anschlägt.

 

Ich danke den Cycling Parents und ihrer Familie für das tolle Wochenende!

Somit konnte ich das Rennen auch mit einem (alkfreien) Bier auch abschließen.
Somit konnte ich das Rennen auch mit einem (alkfreien) Bier auch abschließen.

Frauenradsport

Mir ist beim Velothon aufgefallen, dass nach dem Jedermann-Boom nun auch immer mehr Frauen Spaß am radsport finden. Das ist eine tolle Sache.

 

Klar ist das noch ein langer Weg bis der Frauenradsport auf dem gleichen Niveau was vieles anbelangt angekommen ist. Dabei rede ich hier nicht von dem sportlichen Niveau. Darum geht es mir garnicht, sondern viel mehr von der gesellschaftlichen Anerkennung.

 

In den USA zum Beispiel sind die Preisgelder in Amateur-Rennen egal in welcher Geschlechterklasse gleich hoch. Wow, stell sich das mal einer im von der eingerosteten UCI regierten Radrennsport vor!

 

Genau daher freut es mich, dass immer mehr Frauen im Breitensport den Radsport für sich entdecken. Als bestes Beispiel ist da unsere Freundin Alex. Sie ist ebenso auf die 120km Strecke gegangen beim Velothon. Darüber hinaus engagiert sie sich sehr in ihrem Frauenradsportteam, das bisher unter dem Namen Berlin Roadgirls bekannt war. Doch nun umfirmiert.

 

Das ich das hier über sie schreibe, soll ihr gleichzeitig als Motivation dienen, ihren super interessanten Blog Cycling Parents doch weiter zu schreiben. ;-)

 

Genauso verfolge ich mit großer Freude den Blog von eiswuerfelimschuh.wordpress.com. Dort schreibt "Din" -eigentlich Triathletin- auch von ihren Erfahrungen beim Garmin Velothon. Da sind echt tolle Bilder dabei.

 

Anbei habe ich noch zwei interessante Hinweise an alle aufmerksamen Sports.Punk - Leser:


1. Oben seht Ihr die Ad von Liquid-Life.de:

Wenn Ihr Bock auf ein neues Trek-Bike habt, bekommt Ihr es dort mit dem Gutscheincode "liquid25TREK0615" noch einmal 30Euro Rabatt. Die Aktion läuft noch bis Ende Juni 2015.


2. Auf der Seite Your-Sportstyle.de kann man noch bis zum 12.Juni ein komplettes Sport Outfit gewinnen. Wie cool und vor allem nachhaltig diese Seite ist, habe ich bereits hier berichtet.


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Kommentare: 11
  • #1

    Din (Montag, 22 Juni 2015 08:49)

    Das nenne ich eine interessante Trainingsstrategie, die ich mir direkt näher anschauen werde. Etwas mehr Zeit zum Spielen ist ja nie so schlecht.

    Ist doch ein schönes Rennen für dich gewesen mit einer ziemlich guten Platzierung. Die 51 hat schon was. ;)

    Das Essen sieht ja interessant aus. Ist das jetzt für vorher gewesen oder zum Mitnehmen?

  • #2

    Bastian (Donnerstag, 25 Juni 2015 21:41)

    Hey Din

  • #3

    Din (Samstag, 27 Juni 2015 18:21)

    Aus irgendeinem Grund wird mir hier nur das Hey Din angezeigt :D Wolltest du noch mehr sagen? :D

  • #4

    Bastian (Mittwoch, 01 Juli 2015 17:54)

    @Din: Ja wollte ich ;-)

    Ich kann das mit dem Training wirklich nur empfehlen. Ich bin dieses Jahr dadurch wirklich schneller geworden. Siehst Du auch in meinen Triathlons: http://bit.ly/1SsvUPY

    Das Essen war aus dem beschriebenen Buch und war ursprünglich für unterwegs gedacht. Doch da wir erstens vorher alles weggeputzt haben und zweitens das Ganze doch recht weich war, war das nix mehr für unterwegs ;-)

    Lass mal hören wie´s bei Dir so läuft und ob Du Intervalltraining einbauen wirst!

    Sports.Punk

  • #5

    Din (Mittwoch, 15 Juli 2015 20:45)

    Hört sich auf jeden Fall super interessant an und ich werde mich detailliert informieren. Intervalltraining ist auf jeden Fall schon einmal in meinem Plan.

  • #6

    Carry Tubb (Dienstag, 31 Januar 2017 22:16)


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  • #7

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  • #9

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  • #10

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