Testbericht über den Wahoo RFLKT+

Die zweiteilige Serie über den Wahoo RFLKT geht hiermit weiter. Diesmal berichtet der Sports-Punk über die Vorzüge aber auch die nicht so guten Eigenschaften dieses Wearables. In ausgiebigen Tests hat der Sports-Punk diesen Smartphone gesteuerten Fahrradtachometer auf Herz und Nieren geprüft.

So erhälst Du den RFLKT+ hier noch frisch in der Verpackung. Und viel mehr Teile außer der Befestigung ist nicht dabei und auch nicht nötig. Sensoren braucht der RFLKT jedenfalls keine.
So erhälst Du den RFLKT+ hier noch frisch in der Verpackung. Und viel mehr Teile außer der Befestigung ist nicht dabei und auch nicht nötig. Sensoren braucht der RFLKT jedenfalls keine.

Während der erste Teil der Serie über die Installation ging, freue ich mich nun darauf, den Wahoo RFLKT für Euch zu bewerten. Und ich sage gleich zu Anfang: Für mich hat sich der RFLKT zu einem perfekten Trainingsbegleiter erwiesen.

 

Das liegt in erster Linie daran, dass ich bis dato immer das Smartphone als Trainingstracker benutzt habe – und zwar nur das Smartphone. Daneben hatte ich keinen Tacho am Lenker. Höchstens eine Pulsuhr hat mir Daten geliefert, aber auch nur selten bei Spezialtraining, wenn ich eben Pulsdaten brauchte.

 

Nun liefert mir also der RFLKT Trainingsdaten über das GPS meines Smartphones und das sind einige. Über die Vielfalt und die Flaxibilität habe ich bereits erzählt und da ich mich ungern wiederhole, kannst Du das hier lesen. Damit bin ich nun wieder unter die Tachobesitzer gegangen. Oldschool ist damit vorbei ;-)

 

Somit hat sich der RFLKT zu meinem ständigen Trainingsbegleiter gemausert. Der mir auch das Intervalltraining erleichtert, indem ich Rundenzeiten messen und –während der Fahrt- miteinander vergleichen kann. Kombiniert man den RFLKT+ (nur bei dem RFLKT+ möglich) dann noch mit dem ANT+ Brustgurt, hast Du sogar Pulsdaten auf dem Bildschirm dazu. Diesen werde ich bald noch für Euch testen und dann auch berichten.

 

Bleiben wir jetzt erstmal bei dem Tacho. Denn einen Bug möchte ich gerne so schnell wie möglich von Wahoo ausgemerzt sehen: Wenn ich während des Trainings die Kamera des Smartphones benutzte um Fotos zu machen, wurde damit die Trainingseinheit wie durch einen Absturz ungewollt beendet. Dies passierte mehrmals und damit nicht zufällig und das zerschießt Dir natürlich die gesamte Trainingseinheit. Das ist unschön und sollte schnell behoben werden. Doch am Ende sind wir ja zum Trainieren unterwegs und nicht zum Fotos schießen ;-)

 

Musik steuern über den Wahoo RFLKT+

Zurück zu den Vorzügen des Wahoo RFLKT+ finde ich es super praktisch, dass ich mit dem Sportswearable auch die Musik meines Iphones damit steuern kann. Mein Smartphone bleibt also während der Fahrt schön in der Trikottasche und der RFLKT dient sicher als Fernbedienung. So kann ich Musik auf dem Rad steuern ohne auch nur eine Hand vom Lenker zu nehmen. Macht die Fahrt damit auch sicherer.

Der Wahoo RFLKT startbereit am Vorbau angebracht und heiß auf die nächste Trainingsfahrt.
Der Wahoo RFLKT startbereit am Vorbau angebracht und heiß auf die nächste Trainingsfahrt.

Gerne weise ich an dieser Stelle für die Meckerer darauf hin, dass Musik auf dem Fahrrad über Kopfhörer, das Radfahren prinzipiell unsicherer macht, da man ja nichts mehr von dem Verkehr hört. Aber das ist auch der Grund warum ich Kommentaren dieser Art hiermit vorweg komme: Es liegt natürlich in der Verantwortung des Radfahrers die Lautstärke so zu regeln, dass man Außengeräusche noch mitbekommt. Das geht. Wer das nicht kann, lässt’s einfach sein. Aber lässt mich bitte mit seinen Kommentaren in Ruhe. Das dazu.

 

Meiner Meinung nach sind für Funktionen wie dieser noch viel mehr Möglichkeiten in Zukunft offen. Das sind ja auch Funktionen, die ein Wearable ausmachen. Wir können also gespannt sein was uns da noch präsentiert wird. Doch bis dahin ist der RFLKT ein gut funktionierendes Tool. Auch die freie Knopfbelegung ist da eine tolle Eigenschaft, die mich überzeugt hat (mehr dazu hier). Der automatische Seitenwechsel ist hingegen eine Funktion, die mich nicht überzeugt hat. Da ich gerne den Bildschirm zu dem Moment vor mir habe, wie ich es anwähle. Aber das ist Geschmacksache und kann in den Eigenschaften ausgeschaltet werden (wie das? –Antwort hier). Auch toll.

 

Batterielaufzeit 

Der RFLKT kommuniziert mit dem Smartphone via Bluetooth. Daher stellt sich gleich die Frage nach der Batteriedauer des Iphones. Da gibt es sinnvollerweise eine Anzeigefunktion auf dem RFLKT. Dort siehst Du dann aktuell den Batteriestand Deines Smartphones. Ich habe das über die Dauer des Tests beobachtet. Im Schnitt verliert mein Iphone 4S stündlich 15% Batteriekapazität. Das heißt bei vollem Phone am Start könnte ich eine mehr als 6stündige Ausfahrt damit vollständig aufzeichnen.

Geht man davon aus, das neuere Phones noch über bessere Akkus verfügen, so sind auch längere Trainingsausfahrten möglich. Das musst Du für Dich selber ausloten. In meinem Fall bin ich durch Nutzung des Wahoo RFLKT nie an die Batteriegrenzen meines Iphones geraten. Damit kannst Du nun auch Rückschlüsse über mein Trainingspensum ziehen. Wie Du Dir vorstellen kannst, könnte das immer mehr sein ;-) Aber als Angestellter und Familienmensch muss man eben priorisieren.

 

Da der RFLKT nicht auf Magnetsensoren angewiesen ist (außer Du möchtest die Tretfrequenz messen), ist er simpel auch für mehrere Bikes verwendbar. Sehr praktische Sache wenn Du mehrere Bikes besitzt, der RFLKT von mehreren Personen genutzt wird oder wenn Leihräder im Urlaub genutzt werden.

 

Zu bemängeln habe ich dann wiederum, dass die seitlichen Funktionsknöpfe sehr schwer auf Druck reagieren. Wahoo wollte den Druckpunkt vielleicht bewusst nicht zu sensibel gestalten. Doch ich man muss zu viel Kraft aufwenden um die Tasten zu betätigen. Das kann in einem Versionsupdate gerne verbessert werden. Ist aber kein ausschlaggebendes Makel.

 

Trainingsauswertung

Schön ist auch die Funktion, dass Du am Ende des Trainings die Trainingseinheit aus der Wahoo Fitness-App in viele weitere Trainingsapps, wie zum Beispiel Strava, hochladen kannst. Das macht die Sache noch flexibler und Du brauchst Dich nicht an Wahoo zu fixieren. Leider sind die Runtastic-Apps da noch nicht mit in diesem Angebot. Das wünsche ich mir noch, da ich viel mit diesen Apps trainiere.


Als kleinen Beweis, dafür dass ich mit der Wahoo Firness-App meine mit dem RFLKT aufgezeichneten Radfahrten auf Strava hochlade siehst Du in der untenstehenden Wochenzusammenfassung von Strava. Dort kannst Du live meine wöchentlichen Radausfahrten sehen. Kann gut sein, dass dies im Winter weniger wird, da ich anderweitig trainiere:

Bis auf den Bug, dass keine Fotos gemacht werden können, ist der Wahoo RFLKT+ also ein super funktionierender Radtacho. Jedoch kein herkömmlicher, sondern ein Sportswearable. Denn er ermittelt die Werte mit Hilfe Deines Smartphones. Dieses kannst Du mit dem RFLKT getrost in der Rückentasche lassen. Im Prinzip ist der RFLKT also der verlängerte Arm Deines Smartphones, wie eine Smartwatch für Radfahrer. Daher kannst Du ihn auch wegen der individuellen Einstellmöglichkeiten nicht mit einem herkömmlichen Fahrradtacho vergleichen.

 

Er ist mehr und ich wette, da kommen in naher Zukunft noch interessante Weiterentwicklungen von Wahoo. Bis dahin ist der aktuelle Wahoo RFLKT jedoch eine absolute Empfehlung. Wenn Du ihn Dir einmal zugelegt hast, hilft der Bericht aus Teil I vom Sports-Punk bei der Installation. Das aktuell online verfügbare Manual von Wahoo ist nämlich nicht sehr ausführlich und bisher nur in Englisch vorhanden.

 

 

Die Sports-Punk – Bewertung zum Wahoo RFLKT+

 

Funktion:

Gut - befriedigend

 

Service:

Gut

 

Preis:

Befriedigend

 

Handhabung:

Sehr gut - gut

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