Neuheiten von der IFA 2014

Wenn das Thema Sportswearables auf Sportspunk.de ist, kann es sich der Sportspunk auch nicht entgehen lassen auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin ein Bild über Neuigkeiten im Bereich Sporttechnologie und zukünftige Entwicklungen von Sportswearables zu machen. Was der Sportspunk da gesichtet hat zeigt er im Folgenden. Die Vernetzung und Zusammenführung mehrerer Messgeräte wie Puls, Blutdruck, Gewicht und vieles mehr in einer App und Activity-Tracker als Massenprodukt zeichneten sich als die Trends auf dem Sportelektronikmarkt während der IFA ab.

 

Sony

 

Der japanische Erfinder des Walkman hat in letzter Zeit wenige Innovationen heraus gebracht. Doch jetzt scheint er -gerade was Sportelektronik anbelangt- aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen. Das ist keine Übertreibung. Ich habe mir den Sony-Stand als letztes vorgenommen, ohne große Erwartungen.

 

Ich war überrascht: Gut, wie jede Tech-Firma haben auch sie eigene Activity Tracker und Smartwatches vorgestellt (wie an dem selben Tag Apple übrigens auch). Doch schon die Modellvielfalt, die Sony auf dem Segment bietet, ist groß. Und wie die wenigsten Firmen, hat sich Sony wenigstens auch Gedanken über das Design seiner Wearables gemacht. Also: Auf dem Feld der Wearables tut sich schonmal was im Hause Sony.

 

Der Stand hatte aber noch mehr zu bieten für Sportfreaks und Sportpunks: Gleich mehrere Actioncams, die auch gleich im kompakten Design daher kommen, sind im Angebot.

 

Die zwei Hammer auf dem Sony-Stand bringe ich aber jetzt: Beides erstmal nur Konzepte, die noch nicht marktreif sind, aber kurz davor wie die Firma sagt. Number One ist ein E-Mountainbike mit extrabreiten Reifen. Es soll extremen Querfeldein- und Downhill-Spaß bieten bei gleichzeitigem Komfort bergauf die Motorunterstützung einzuschalten. Am Lenker bietet ein Display Steuerung und Informationen.

 

Number Two ist tatsächlich eine Datenbrille im Stile der Google-Glasses. Doch Sony richtet sie speziell für den Sportbereich aus. So kannst Du beispielsweise beim Mountainbiken Tachodaten und Informationen über den E-Bikemotor erhalten. Oder beim Laufen werden dort Puls- und Rundendaten abgebildet. Absolut faszinierendes und ausbaufähiges Feld!

Das Konzept-E-Bike von Sony
Das Konzept-E-Bike von Sony

Max Fitness Pro

Den endgültigen Beweis dafür, dass Activity-Tracker nun Massenware werden, zeigt die Firma Up Global Sourcing aus England. Schon im Vorfeld der IFA gab es immer mehr Anbieter und die Preise für die kleinen Datentracker ging weiter runter. Das höchste der Gefühle sind jedoch die knapp 30 Euro für den Max Fitness Pro.

 

Das Gerät funktioniert genau wie die von anderen Marken mit einer eigenen App und verfolgt die Schritte, schätzt den Kalorienverbrauch und misst den Schlaf. Ich muss das Gerät noch ausprobieren und kann dann Genaues sagen. Doch die Technik scheint ausgereift und für den Preis macht man damit bestimmt nichts verkehrt, um in die Welt des Quantified Self einzutauchen.

Runtastic

Auch das österreichische Start-Up mit seinen bekannten Sportapps hat den Braten des wachsenden Activity-Tracker – Marktes gerochen und haben ein eigenes Gadget: den Orbit. Das Gerät wird mit zwei Armbändern in unterschiedlichen Farben und einem Hosenklipp geliefert. Der größte Vorteil hierbei ist das Zusammenspiel mit allen Runtastic-Apps. So addiert der Orbit auch die Trainingseinheiten zu Deinem taglichen Bewegungspensum. Ein Lichtsensor und die weiteren Pläne der Firma lassen noch viele weitere Funktionen in Kürze erwarten.

 

Der Sportspunk testet den Orbit momentan und wird in Kürze detailliert darüber berichten, was der Orbit heute kann.

Withings

Bereits kurz vor der IFA stellte die französische Marke ihren „Aktivitätsrekorder“ Activité vor. Sie sind damit die Ersten, die einen Activity-Tracker im Design einer salonfähigen Armbanduhr. Im Büro fällt es mit dem Gerät also garnicht auf, dass man an seiner Fitness arbeitet und Schritte zählt. Auch Withings bietet seit einiger Zeit weitere Geräte wie Körperwaage und Blutdruckmessgeräte und kombiniert die Datenanalyse und Auswertung in einer App.

 

Doch genauso ist die Withings-App kompatibel mit einigen, gägnigen Sportapps und so können die mit den Withings-Geräten ermittelten Daten auch mit anderen Tools ausgewertet werden.

 

Doch die Franzosen entwickeln eifrig weiter vor sich hin und so stellten sie viele weitere Hardware vor, die jedoch nicht direkt für Sportler interessant sind.

 

Terraillon

Noch eine französische Marke, die auch eine Personenwaage und einen Activity-Tracker in einer App miteinander vereint. Doch bisher war diese Marke überwiegend in ihrem Heimatland auf dem Waagenmarkt unterwegs. Das jedoch seit mehr als 60 Jahren! In der Hardware haben sie also Erfahrung.

 

Jetzt haben sie also das Potential der Sportswearables mit ihrem Fitness-Tracker, der Verbindung mehrerer Körpermessgeräte mit einer App und dem Trend der eigenen Datenauswertung im Sinne der Quantified Self – Bewegung. Damit wollen sie sich nun seit der IFA auf dem europäischen Markt einen Namen machen.

 

Ich hoffe auch hierzu einen detaillierten Praxistest durchführen zu können und berichte dann ausführlicher über die Terraillon-Geräte.

 

Toshiba

Am meisten stach mir auf dem Toshiba Stand die Action-Cam A500 ins Auge. Sie ist die Weiterentwicklung des Vorgängermodells A300. Das tolle an der Kamera ist, dass die eigentliche Kameralinse abgetrennt von der Elektronik und Steuerungseinheit ist. Damit ist sie klein und leicht und somit einfach an vielen Stellen zu tragen. Das heißt, fast wie ein Stift hinters Ohr gesteckt, funktioniert damit. Da gibt es meines Wissens aktuell keine Kamera, die ihr das nachmachen kann. Und das alles im Format 4K, also doppelt so hohe Qualität wie Full HD.

Die kleine Kamera A500 von Panasonic lässt sich easy unter dem Ohr tragen.
Die kleine Kamera A500 von Panasonic lässt sich easy unter dem Ohr tragen.

LG Electronics

Die Koreaner haben auf der IFA eine super designte Smartwatch vorgestellt. Sie sieht aus wie eine ordentliche Fliegeruhr. Tolle Sache. Ich vermute schwer, dass Apple mit seiner zur gleichen Zeit vorgestellten Smartwatch auch diesen Markt beflügeln wird und die Nachfrage letzten Endes antreiben. Wartet ab: In Kürze wird eine Smartwatch das Tool to have sein.

 

Nichts desto trotz will der Sportspunk auch mit der LG-Smartwatch einen Test durchführen, ob sie für Sportler einen Nutzen bietet.

Die schmucke Smartwatch von LG Electronics
Die schmucke Smartwatch von LG Electronics

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