Nachhaltigkeit - Watt is datt denn?

Kürzlich habe ich einen Hinweis auf den Artikel bekommen, der die Frage aufwirft, was denn wirklich hinter dem Begriff Nachhaltigkeit steckt. Besagter Artikel erschien unter dem Titel „Umweltschutz: Kommen Sie mir bloß nicht mit Nachhaltigkeit“ als „Analyse“ auf spiegel online (Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nachhaltigkeit-bojanowski-ueber-bedeutung-des-begriffs-im-umweltschutz-a-982513.html)

 

Der Titel sagt schon alles. Man braucht sich den Artikel gar nicht mehr zu geben und dennoch kennt man die Haltung des Autors zu dem Thema. Der Sportspunk berichtet ja neben innovativen besonders über nachhaltige Bekleidung und Produkte auf dem Sportmarkt. Daher sehe ich es als meine Pflicht an diese Fragestellung aufzugreifen.

 

Dir als Leser meines Blogs sollte natürlich wissen, was der Sportspunk unter Nachhaltigkeit versteht – in der Hoffnung seine Definition bringt Dich weiter und Du bist damit einverstanden.

 

Vorweg bleibt mir zu dem eingangs genannten Artikel von Axel Bojanowski und der abwertenden Haltung des werten Journalisten nicht viel zu sagen. Denn der Artikel ist nicht mehr als ein schlechter Versuch des Autors dem Trendwort Nachhaltigkeit seinen Senf beizugeben. De facto kommt dabei nicht mehr bei rum als die mehrfach zitierte Definition der Nachhaltigkeit von Hans-Karl von Carlowitz Wenn dem Autor als publizierender Journalist –und dann noch auf einem so renommierten Medium wie dem Spiegel- wirklich nicht mehr dazu einfällt als das und daher Nachhaltigkeit für ihn nur greenwashing von Unternehmen ist, dann tut es mir leid: Lass es besser gleich sein!

 

Aber gut, immerhin taucht jetzt Ihr Name in Suchmaschinen zu dem Thema auf. Ich hoffe schwer, dass war Ihr einziges Ziel. Denn einen Journalistenpreis wegen guter Recherche wird mit dem Artikel wohl nicht rausspringen.

 

Daher ist es nun höchste Eisenbahn dem Sportspunk zuzuhören, denn der Sportspunk hat seine Definition von Nachhaltigkeit und die geht so: Die nachhaltigen Sportprodukte, die der Sportspunk auf seinem Blog vorstellt und testet, sind nach seiner Definition nachhaltig, weil sie mit dem Gedanken hergestellt werden, die aktuelle soziale und/oder ökologische Situation verbessern zu wollen und damit für eine Verbesserung der Welt für unsere Nachfahren zu sorgen.

 

Punkt aus. War das jetzt so schwer Herr Bojanowski? Sicherlich nicht. Aber es ist natürlich leichter einen reißerischen Artikel über ein angebliches Modewort runter zu schreiben.

 

Klar, sagst Du jetzt wie sollen denn ein paar Sportschuhe oder ein Sportshirt die ganze Welt Generationen hinein verbessern? Die Antwort des Sportspunks: Guter Punkt, mein Freund. Aber genau da setzt es an. An kleinen Veränderungen. Ich will nichts aufbauschen und behaupte daher auch nicht, dass mit einem Sportshirt als Beispiel die Welt von jetzt auf gleich zu einem grünen Planeten wird. Aber ich will einfach nur die Leute unterstützen, die mit ihren kleinen zur Verfügung stehenden Mitteln an eine bessere Zukunft glauben und diese Idee tatsächlich realisieren.

 

Wenn das wiederum andere Leute anspornt oder zumindest mal über die Sache nachdenken lässt, ist schon eine Menge erreicht. Nur so kommt der Stein langsam ins Rollen. Das sagt auch Harald Wenzel in seinem Buch „Selbst denken“.

 

Auf die Politiker und die großen Unternehmen sollten wir dabei nicht warten. Da können wir, meiner Meinung nach, nämlich ewig warten. Wichtig ist, dass jeder mit seinen Mitteln sich bewusst wird, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Wenn es dann noch Leute gibt, die was verändern, rollt der Stein in die richtige Richtung.

 

Sportartikel tragen genauso zu ungerechten Arbeitsbedingungen und enormen Umweltbelastungen bei. Daher hat es sich der Sportspunk zur Aufgabe gemacht positive Veränderungen und Ideen, die dem Abhilfe schaffen wollen, im Internet zu präsentieren.

 

In einer Sache stimme ich mit Axel Bojanowski jedoch überein und das ist der Punkt, dass viele Unternehmen das Trendwort Nachhaltigkeit zum Zwecke des Greenwashings benutzen. Jede große Consumermarke muss heutzutage behaupten, dass sie nachhaltig handeln. Das tun deren Marketingabteilungen dann auch – ich meine das Behaupten und nicht das Handeln.

 

Als gutes Beispiel ist da eine Trendumfrage veröffentlicht als Sonderausgabe des Printmagazins Focus Money im Mai 2014. Die Frage war hier: Was sind die nachhaltigsten Marken verschiedener Branchen. An sich eine interessante Frage.

 

Doch das Ergebnis der Umfrage zeigt nur bekannte Marken, die dann als mehr oder weniger nachhaltig von den Befragten eingestuft wurden. Ich habe diese Umfrage zuerst mit Kopfschütteln gelesen. Doch dann wurde mir klar: In den Köpfen der großen Masse sind eben nur die großen Marken eingebrannt. Damit diese weiterhin im Beliebtheitsranking der Leute oben rangieren, wird noch ein bisschen „Nachhaltigkeit betrieben“ und schon läuft das Geschäft wieder.

 

Da steht dann im Autoranking VW an erster Stelle. Dabei haben sie als einer der letzten ein Elektroauto auf den Markt geschmissen. Quasi dann als es keinen Weg mehr am E-Auto vorbei gab. Tesla tauchte in dem Ranking gar nicht erst auf. Erstaunlich was so ein bisschen Nachhaltigkeit bewirkt.

 

Also Leute: Haltet ein bisschen die Augen auf beim Thema nachhaltige Produkte. Schaut auch ein bisschen darauf wie der Hersteller bisher zum Thema Ökologie und soziales Verhalten stand. Je größer die Marke umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass es nur um greenwashing geht. Warum rangierte im genannten Ranking bspw. Adidas vor Puma, wobei Puma auf dem Feld viel mehr unternimmt?

Das Ranking hat definitiv Aufklärungsnot beim Thema Nachhaltigkeit gezeigt. Aber dann bitte mit aufklärenden und nicht mit reißerischen Artikeln, Herr Bojanowski.

 

Ich finde es gut, dass das Wort Nachhaltigkeit von jedem unterschiedlich ausgelegt werden kann. Am Ende ist es jedoch entscheidend, dass wir als Konsumenten verstehen darüber nach zu denken und dass man auch als Verbraucher etwas verbessern kann. Der Sportspunk will Dir zeigen, dass das geht und zwar ohne Abstriche in Qualität und Design.

 

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